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Theodor
Storm
(*14.9. 1817 Husum/Schleswig, 4.7. 1888 Hademarschen/Holst.)
Dt. Dichter, 1843 Advokat in Husum, musste aber 1852 als
Gegner der dän. Herrschaft über Schleswig-Holstein
auswandern. Er arbeitete im preußischen Staatsdienst
und konnte schließlich 1864 als Landvogt in das
nun dt. Husum zurückkehren, wurde 1867 Amtsrichter
und 1879 Amtsgerichtsrat.
Storm zählt zu den großen Dichtern des poetischen
Realismus. Charakteristisch für seine gesamte Dichtung
sind ihre zart wehmütige Stimmung, Schwermut und
verhaltene Sprache.
An die Spätromantik anknüpfend, schuf er bekenntnishafte,
sprachlich schlichte Verse über die heimatliche Landschaft
(Über die Heide, Abseits), die Liebe (Trost, Schließe
mir die Augen beide), über Ehe und Leidenschaft.
Auf diese Themen konzentrierte sich auch seine umfangreiche
Novellendichtung. Die anfangs stark lyrischen Stimmungs-
und Erinnerungsnovellen, wie Immensee (1851), wurden später
von realistischeren Schicksalsnovellen, wie Viola tricolor
(1874) und Pole Poppenspäler (1875), und tragischherben
histor. Chroniknovellen, z.B. Aquis submersus (1877),
Zur Chronik von Grieshuus (1884), abgelöst.
Der Schimmelreiter (1888), sein letztes Werk über
das tragische Scheitern des Deichgrafen Hauke Haien an
der Gewalt der Nordsee, führt in die Bereiche der
Psychologie und des Mythos. Sein Gesamtwerk liegt in zahlreichen
Auswahl- und Einzelausgaben vor, die erkennen lassen,
dass seine Beliebtheit bei den Lesern bis heute erhalten
ist. Zahlreiche Novellen wurden verfilmt.
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