Annette Freiin von Droste-Hülshoff
(* 10.1.1797 in der Wasserburg Hülshoff b. Münster, † 24.5.1848 Meersburg am Bodensee)

Droste-Hülshoff, anfangs beeinflusst von Scott und Byron, gehört zu den größten Lyrikerinnen, die der deutsche Sprachraum aufzuweisen hat. Aus ihrer frühen Jugend stammen dramatische Versuche, ein Romanfragment, vier Versepen und der erste Teil des Gedichtzyklus Das geistliche Jahr (1820), der 1839 vollendet wurde. Nach dem ersten Band von 1838 wurde 1844 eine Gesamtausgabe ihrer Gedichte herausgegeben; 1842 folgten ihre berühmte Novelle Die Judenbuche und als weiteres gewichtiges Prosawerk 1845 ihre Bilder aus Westfalen.

Als besondere Eigenart Droste-Hülshoffs wird hierbei immer wieder ihre intensive Naturverbundenheit gewertet, die ihre schönste dichterische Ausformung in den Heidebildern fand. In einer völlig anderen Weise spricht diese zum Innenraum gewordene Heimatlandschaft aus einem Teil ihrer Balladen, in denen Natur als Einbruch des Dämonischen, Magischen und Unheimlichen in die vom Menschen geordnete Welt empfunden wird. Dabei ist ihre Sprache von visionärer Bildkraft und schwermütiger Herbheit, in die auch die religiöse Thematik der katholischen Künstlerin eingekleidet ist.

Vertonte Gedichte:
Letzte Worte




DICHTER

Benn, Gottfried
Bürger, Gottfried August
Droste-Hülshoff, Annette von
Eichendorff, Joseph Freiherr von
Goethe, Johann Wolfgang von
Goll, Yvan
Gryphius, Andreas
Haushofer, Albrecht
Hebbel, Christian
Friedrich
Heine, Heinrich
Hesse, Hermann
Heym, Georg
Lasker-Schüler, Else
Nietzsche, Friedrich
Schiller, Johann Christoph Friedrich
Stadtler, Ernst Maria Friedrich
Storm, Theodor
Trakl, Georg
Werfel. Franz